Adscita geryon (Sonnenröschen-Grünwidderchen) (Hübner, 1813)

 

Verbreitung in Deutschland: Adscita geryon ist zwar in Deutschland bis in den Norden verbreitet, tritt meist jedoch nur sehr vereinzelt auf. Häufiger wird die Art nur in den an Kalkmagerrasen reichen Gebieten in Süddeutschland.

Verbreitung in Baden-Württemberg: Das Sonnenröschen-Grünwidderchen besiedelt in Baden-Württemberg drei voneinander isolierte Regionen. So tritt die Art im Tauberland, auf der Schwäbischen Alb und den Oberen Gäuen sowie am Kaiserstuhl und der südlichen Oberrheinebene auf. Die Vorkommen in den nördlichen Oberen Gäuen (NSG Betzenbuckel, NSG Büchelberg) sind wahrscheinlich nicht mehr aktuell.

Habitatansprüche: A. geryon besiedelt Halbtrockenrasen, die partiell versaumt sind und sich häufig an trocken-warmen Hängen befinden. Hier entwickelt sich die Raupe an verschiedenen Sonnenröschen-Arten (Helianthemum ssp.).

Gefährdung/Schutz: RL BW: Gefährdet. Das Sonnenröschen-Grünwidderchen gilt in Baden-Württemberg als gefährdet, weil zahlreiche Magerrasen entweder zu intensiv (Koppelhaltung, Überweidung) oder kaum noch (Verbrachung, Verfilzung) bewirtschaftet werden. Um die Vorkommen von A. geryon großräumig zu sichern, müssen die (Kalk-)Magerrasen erhalten und möglichst extensiv mit Schafen beweidet oder einmalig spät im Jahr gemäht werden.

Eignung als Indikatorart: A. geryon ist ein guter Indikator für extensiv genutzte Halbtrockenrasen.

 

 

Adscita geryon auf einem Halbtrockenrasen im Baar-Wutach-Gebiet (Löffingen), Juni 2010.

 

 

Habitat von A. geryon in den Oberen Gäuen (NSG Albeck).

 

 

Schematische Verbreitung von A. geryon in Baden-Württemberg:

Dunkelblauer Bereich: Belegte Vorkommen

 

Adscita globulariae

Übersicht