Triturus helveticus (Fadenmolch) (Razoumowsky, 1789)
Verbreitung in Deutschland: Triturus helveticus erreicht in Deutschland die Ostgrenze seines Verbreitungsgebietes. Deshalb ist die Art hier primär im westlichen Deutschland vom Norden bis in den Süden anzutreffen.
Verbreitung in Baden-Württemberg: Auch in Baden-Württemberg ist der Fadenmolch primär in der Westhälfte des Bundeslandes verbreitet. Die größte Verbreitungsdichte erreicht er in der Oberrheinebene und im Schwarzwald. Von diesen Regionen strahlen die Vorkommen bis in das Kraichgau, das Tauberland, das Albvorland, die Keuperwaldberge und die Schwäbische Alb ein. Keinerlei Nachweise sind dagegen aus Oberschwaben mitsamt Bodenseebecken bekannt.
Habitatansprüche: T. helveticus zeigt eine deutlich Bindung zu Waldhabitaten. In diesen kann die Art eine Reihe von Gewässern zur Reproduktion nutzen. So findet man sie in Wegrandgräben ebenso wie in größeren Teichen und Seen. Eine Bevorzugung besteht jedoch für kühle, teilbeschattete und überwiegend klare Kleingewässer. Der Fadenmolch ist damit eine Art, die nicht unter der Sukzession und Verschattung der Gewässer leidet. Möglicherweise ist er bereichsweise in Ausbreitung Richtung Osten begriffen.
Gefährdung/Schutz: RL BW: Ungefährdet. Aufgrund seiner Anspruchslosigkeit bezüglich der Laichgewässer und dem großen Angebot an teilbeschatteten Waldweihern ist der Fadenmolch aktuell ungefährdet.
Eignung als Indikatorart: T. helveticus besitzt keine besondere Indikatorqualität.
Weiblicher Triturus helveticus am Laichgewässer im Albvorland (NSG Schaichtal), März 2008.

Männlicher Triturus helveticus am Laichgewässer im Albvorland (NSG Schaichtal), März 2008.

Schematische Verbreitung von T. helveticus in Baden-Württemberg:
Dunkelblauer Bereich: Belegte Vorkommen
