Lasiommata megera (Mauerfuchs) (Linnaeus, 1767)
Verbreitung in Deutschland: Lasiommata megera ist in ganz Deutschland verbreitet und meist ungefährdet. Allein in Schleswig-Holstein wird die Art als gefährdet eingestuft.
Verbreitung in Baden-Württemberg: Der Mauerfuchs ist eine der wenigen Arten, die sich in den letzten Jahrzehnten ausbreiten konnten. Möglicherweise ist hierfür die leichte Klimaerwärmung verantwortlich. Heutzutage kann die Art neben den Hauptverbreitungsräumen Oberrheinebene, Kraichgau, Albvorland und Tauberland auch in Bereichen der Schwäbischen Alb, des Südschwarzwaldes und Oberschwabens angetroffen werden.
Habitatansprüche: L megera besiedelt bevorzugt felsige Habitate wie Steinbrüche, lückige und steinige Magerrasen, natürliche Felsstandorte oder extensiv genutzte Weinberge. Die Raupe lebt an verschiedenen Gräsern.
Gefährdung/Schutz: RL BW: Vorwarnliste. Für den Mauerfuchs geht eine Gefährdung vom zunehmenden Zuwachsen lückiger, steiniger oder felsiger Offenstandorte aus. Während der letzten Jahre schien die Art jedoch auch bereichsweise mit mesophileren Habitaten zurecht zu kommen, die möglicherweise in wärmebegünstigten Regionen an Wichtigkeit gewinnen könnten.
Eignung als Indikatorart: L. megera kann als Indikator felsiger Offenstandorte gelten.
Lasiommata megera sich sonnend auf einer Magerwiese im Albvorland (NSG Schaichtal), September 2008.

Weiterer Mauerfuchs aus den Oberen Gäuen (Nagold), Juli 2011.

L. megera an Herbstzeitlose saugend im Albvorland (NSG Schaichtal), Oktober 2008.

L. megera auf in der Sonne lagernden Holzstämmen auf einer Waldschneise im Albvorland (NSG Schaichtal), Juli 2008.

L. megera an Rotklee saugend auf einem Halbtrockenrasen im Albvorland (Schönaich), September 2011.

Puppe von L. megera auf einem Steinbruch im Albvorland (Pfrondorf), Mai 2009.

Recht typisches Habitat des Mauerfuchses im Albvorland (Waldenbuch), mittleres Grünland mit sonnenexponierten Holzpoltern.

Typische Eiablagestelle des Mauerfuchses an Gräsern wind- und regengeschützt durch den überhängenden Felsen in den Oberen Gäuen (Lehenweiler).

Schematische Verbreitung von L. megera in Baden-Württemberg:
Dunkelblauer Bereich: Belegte Vorkommen
