Lasiocampa trifolii (Kleespinner) (Denis & Schiffermüller, 1775)

 

Verbreitung in Deutschland: Lasiocampa trifolii ist in ganz Deutschland verbreitet, jedoch nur regional häufiger.

Verbreitung in Baden-Württemberg: Prinzipiell kann der Kleespinner in ganz Baden-Württemberg angetroffen werden. Es existieren jedoch eindeutige Verbreitungsschwerpunkte, die sich auf die Oberrheinebene und die Schwäbische Alb konzentrieren. Aus den anderen Regionen ist die Art eher vereinzelt nachgewiesen, aus dem Schwarzwald sind keine neueren Nachweise mehr bekannt.

Habitatansprüche: L. trifolii besiedelt Halbtrockenrasen, Magerwiesen (Trocken- und Feuchtwiesen) sowie magere Böschungen und Wegsäume. Am häufigsten ist die Art aktuell noch aus extensiv bewirtschafteten, großflächigen Magerrasen-Komplexen nachgewiesen. Die polyphage Raupe ernährt sich von verschiedenen Gräsern (Poaceae), aber auch von Kleearten (Fabaceae).

Gefährdung/Schutz: RL BW: Gefährdet. Auch der ehemals häufige und in Wiesen weit verbreitete Kleespinner muss heutzutage als gefährdet gelten. Vor allem die Nutzungsintensivierung und in jüngerer Zeit auch die Nutzungsaufgabe von Grenzertragsstandorten haben dieser Art zugesetzt, sodass sie in ganzen Regionen schon selten geworden ist, so z.B. in den Feuchtwiesen Oberschwabens. Um L. trifolii zu schützen, muss eine extensive Nutzung mageren Offenlandes gewährleistet werden.

Eignung als Indikatorart: L. trifolii ist ein guter Indikator für extensiv genutzte Halbtrockenrasen, Trocken- und Feuchtwiesen.

 

 

Raupe von Lasiocampa trifolii auf einem großflächigen Magerrasen-Komplex auf der Ostalb (NSG Eselsburger Tal), Juni 2010.

 

 

Schematische Verbreitung von L. trifolii in Baden-Württemberg:

Dunkelblauer Bereich: Belegte Vorkommen

Schwarze Punkte: Eigene Nachweise

 

Gynaephora selenitica, Macrothylacia rubi                                                   

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