Melitaea didyma (Roter Scheckenfalter) (Esper, 1779)

 

Verbreitung in Deutschland: Melitaea didyma kommt vornehmlich im Süden Deutschlands vor und ist in allen nördlichen Bundesländern (Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen) vom Aussterben bedroht.

Verbreitung in Baden-Württemberg: Der Rote Scheckenfalter ist von der Schwäbischen Alb über die Baar-Alb bis in den Südschwarzwald verbreitet. Außerdem tritt die Art noch im Tauberland auf. Wohl ausgestorben ist M. didyma in den Oberen Gäuen, in den Kocher-Jagst-Ebenen und am nördlichen Oberrhein.

Habitatansprüche: M. didyma besiedelt kurzrasige und lückige Magerrasen. Im Tauberland ist die Art auch auf etwas dichteren und langgrasigeren Magerrasen und -wiesen anzutreffen, außerdem in Saumbereichen und Weinbergsbrachen. Die Raupe frisst an verschiedenen Pflanzen, etwa an Wegerich (Plantago ssp.), Ehrenpreis (Veronica ssp.) oder Wachtelweizen (Melampyrum ssp.).

Gefährdung/Schutz: RL BW: Gefährdet. M. didyma ist in Baden-Württemberg gefährdet aufgrund der Nutzungsaufgabe auf Magerrasen-Standorten. Der xerothermophile Rote Scheckenfalter benötigt offene, lückige und kurzrasige Magerrasen, die immer seltener werden und häufig verfilzen.

Eignung als Indikatorart: M. didyma ist ein guter Indikator für kurzrasige, lückige Magerrasen.

 

 

Melitaea didyma auf einem Halbtrockenrasen im Tauberland (Dittigheim), Juni 2010.

 

 

Weibchen von M. didyma auf einem Halbtrockenrasen im Hegau (Engen), Juli 2011.

 

 

M. didyma im Tal der Durance (Südfrankreich), August 2010.

 

 

M. didyma auf einem lückigen Magerrasen auf der Schwäbischen Alb (Blaubeuren), Juli 2010.

 

 

Kopula von M. didyma in einer ehemaligen Kiesgrube im Hegau (Engen), Juli 2011.

 

 

Larve von M. didyma auf einem Halbtrockenrasen im Tauberland (Dittigheim), Juni 2010.

 

 

Habitat des Roten Scheckenfalters im Hegau (Engen), ein Halbtrockenrasen am Waldsaum.

 

 

Weiteres Habitat aus dem Hegau (Engen), eine aufgelassene Kiesgrube heutzutage Naturdenkmal.

 

 

Schematische Verbreitung von M. didyma in Baden-Württemberg:

Dunkelblauer Bereich: Belegte Vorkommen

 

Melitaea parthenoides, Melitaea cinxia

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