Maculinea rebeli (Kreuzenzian-Ameisenbläuling) (Hirschke, 1904)

 

Verbreitung in Deutschland: Maculinea rebeli ist, sofern als von M. alcon getrennte Art gesehen, ausschließlich im südlichen Deutschland verbreitet. Hier besiedelt die Art die Bundesländer Thüringen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg. Überall ist M. rebeli zumindest stark gefährdet.

Verbreitung in Baden-Württemberg: Die Vorkommen des Kreuzenzian-Bläulings sind in Baden-Württemberg weit verstreut und weitgehend isoliert. Populationen existieren im Tauberland, im Kraichgau, in den Oberen Gäuen und vor allem auf der Schwäbischen Alb bis hin zur Baar-Alb. Nicht besiedelt werden die Oberrheinebene, die Keuperwaldberge und Oberschwaben.

Habitatansprüche: M. rebeli ist auf das Vorkommen des Kreuzenzians (Gentiana cruciata) angewiesen. Dieser wächst bevorzugt auf Kalk-Magerrasen, die zumindest extensiv beweidet werden. Außerdem müssen auch die Lebensbedingungen der wichtigsten Wirtsameise, Myrmica sabuleti, erfüllt werden.

Gefährdung/Schutz: RL BW: Stark gefährdet. Der Kreuzenzian-Ameisenbläuling ist in Baden-Württemberg stark gefährdet, da seine Habitate häufig durch Nutzungsaufgabe verfilzen und schließlich wieder von der Sukzession zurück erobert werden. Zum Schutz der Art müssen Kalk-Magerrasen mit Kreuzenzian-Beständen extensiv bewirtschaftet werden. Dies ist durch eine regelmäßige Schafbeweidung oder auch durch Mahd und Zurückschneiden von Sträuchern und Gebüschen möglich.

Eignung als Indikatorart: M. rebeli ist ein sehr guter Indikator für genutzte, kurzrasige und an Kreuzenzian reiche Kalk-Magerrasen.

 

 

Maculinea rebeli auf einem Kalk-Magerrasen in den Oberen Gäuen (Grafenau-Dätzingen), Juni 2009.

 

 

Weiterer M. rebeli auf einem Kalk-Magerrasen in den Oberen Gäuen (Grafenau-Dätzingen), Juni 2009.

 

 

Flügeloberseite des Kreuzeinzian-Ameisenbläulings auf einem Kalk-Magerrasen in den Oberen Gäuen (Grafenau-Dätzingen), Juni 2009.

 

 

Eier von M. rebeli an Kreuzenzian in den Oberen Gäuen (Grafenau-Dätzingen), August 2011.

 

 

Kalk-Magerrasen mit Kreuzenzian-Beständen im Kraichgau (Kämpfelbach) als Habitat für M. rebeli.

 

 

Schematische Verbreitung von M. rebeli in Baden-Württemberg:

Dunkelblauer Bereich: Belegte Vorkommen

 

Maculinea nausithous, Maculinea teleius                                                      

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