Satyrium w-album (Ulmen-Zipfelfalter) (Knoch, 1782)

 

Verbreitung in Deutschland: Satyrium w-album ist in ganz Deutschland verbreitet, jedoch in fast allen Bundesländern gefährdet. Hierbei kann die Gefährdungseinstufung von gefährdet bis hin zu vom Aussterben bedroht reichen. Lokal wurde die Art mit Sicherheit bisher auch übersehen bzw. ihre Häufigkeit unterschätzt.

Verbreitung in Baden-Württemberg: Der Ulmen-Zipfelfalter kann prinzipiell in ganz Baden-Württemberg an Ulmen-Standorten angetroffen werden. Verbreitungsschwerpunkte sind die Schwäbische Alb, das Bodenseebecken und die Oberrheinebene. Jedoch existieren auch einige Nachweise etwa aus dem Tauberland, aus dem Südschwarzwald und aus dem Albvorland. Kaum besiedelt werden der mittlere und nördliche Schwarzwald.

Habitatansprüche: S. w-album ist überall dort anzutreffen, wo blühfähige Ulmen wachsen. Dies sind häufig Auwälder, Laubmischwälder (Schluchtwälder, Steppenheidewälder), jedoch auch Ulmen-Alleen. Die Raupen fressen ausschließlich an verschiedenen Ulmen-Arten (Ulmus ssp.).

Gefährdung/Schutz: RL BW: Vorwarnliste. Durch das Ulmensterben ist der Ulmen-Zipfelfalter aufgrund der dadurch bedingten Seltenheit von v.a. der Berg-Ulme (Ulmus glabra) gefährdet. Da die Art sonst jedoch wenig anspruchsvoll ist und auch Ulmen-Bestände in Siedlungsbereichen besiedeln kann, erfolgt die Einstufung in die Vorwarnliste. Die Art kann durch gezieltes Pflanzen von Ulmen etwa in Gärten oder Parks gefördert werden.

Eignung als Indikatorart: S. w-album kann aktuell kaum als Indikatorart dienen.

 

 

Satyrium w-album auf einer blütenreichen Offenfläche im Wald in Oberschwaben (Bergatreute), Juli 2010.

 

 

S. w-album auf einer Waldwiese im Albvorland (NSG Schaichtal), Juli 2008.

 

 

Schematische Verbreitung von S. w-album in Baden-Württemberg:

Dunkelblauer Bereich: Belegte Vorkommen

 

Satyrium spini, Callophrys rubi                                                     

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