Tettigonia cantans (Zwitscherschrecke) (Fuessly, 1775)

 

Verbreitung in Deutschland: Tettigonia cantans erreicht im nordwestlichen Deutschland ihre Verbreitungsgrenze. Hier existieren auch Vorkommen in der Norddeutschen Tiefebene, aus vielen anderen Bundesländern ist die Art mehr aus den Mittelgebirgslagen gemeldet.

Verbreitung in Baden-Württemberg: Entsprechend ihrer Anpassung an kühle Klimate kommt die Zwitscherschrecke in Baden-Württemberg vor allem im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb vor. Von der Alb aus erstrecken sich zahlreiche Vorkommen in das ebenfalls recht kühle Oberschwaben, wo die Art häufiger als Tettigonia viridissima ist. Ein weiteres Vorkommen besteht außerdem an der nördlichen Landesgrenze im Odenwald.

Habitatansprüche: Die leicht hygrophile T. cantans besiedelt zahlreiche unterschiedliche, meist höherwüchsige Biotope wie etwa Wiesen, Brachen, Waldsäume, aber auch Getreidefelder. Sie bevorzugt hierbei häufig die eher kühl-feuchten Nord- und Osthänge sowie Böden mit hohem Wasserspeichervermögen.

Gefährdung/Schutz: RL BW: Ungefährdet. Für T. cantans besteht auch aktuell in Zeiten der Klimaerwärmung nur eine potentielle Gefährdung, eine Abnahme der Populationen ist bis jetzt zumindest nicht zu beobachten.

Eignung als Indikatorart: Die Zwitscherschrecke kann als Indikatorart für kühl-feuchte Klimate gelten.

 

 

Männchen von Tettigonia cantans am Rande der Schwäbischen Alb (Bad Urach), Juli 2007.

 

 

Schematische Verbreitung von T. cantans in Baden-Württemberg:

Dunkelblauer Bereich: Belegte Vorkommen

 

Ruspolia nitidula, Tettigonia viridissima

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